Magazin für Literatur, Kunst und Wissenschaft

schauinsblau

© Michael Jordan

von Nele Hardt

Der Künstler Lukas Steiner spricht mit Nele Hardt über sein Schaffen, die Vereinbarkeit von künstlerischer Tätigkeit und Studium, Kunst in Zeiten von Social Media, die Rückseite von Landkarten, Wolken und noch viel, viel mehr …
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von Martha Baer

Er war in der Küche gestanden und hatte abgespült, als er mit dem Ärmel an dem Weinglas hängen blieb. Es fiel zu Boden und zerbrach nicht. Zunächst war er erleichtert, hob es auf und wollte es wieder auf die Ablage stellen. Das Glas war so leicht, dass er das Gewicht kaum spürte, kalt und dünn. Ihn beschlich ein seltsames Gefühl … weiterlesen

von Myriam Kammerlander

Mit einem fast unbemerkten Platschen ging Ikarus unter: So beginnen die Meeresbriefe der dänischen Autorin Siri Ranva Hjelm Jacobsen. In dem kurzen Zitat aus einem Gedicht von William Carlos Williams ist das Drama bereits angelegt, das auf knappen sechzig Seiten von zwei unterschiedlichen Protagonistinnen, den Schwestern Atlantik und Mittelmeer, per Briefroman verhandelt wird.
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von Colin Heller

Die trostlose Nacht
hat ihre Zähne
in der Stadt ausgeschlagen.

Neon tropft
von den Dächern,
und irgendwo …
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von Valentin Drexl

Es ist wohl nicht nur der am häufigsten diskutierte Horrorfilm des Jahres, sondern genreunabhängig eines der Werke, die 2026 am meisten für Aufsehen sorgen. Die Rede ist von „Obsession – Du sollst mich lieben“. 
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von Hannah Zopf

Boy trifft Boy. So begann die Liebesgeschichte zwischen den Jungen Nick und Charlie, welche mit dem sechsten Heartstopper-Band und dessen Adaption Heartstopper: Forever endet. Doch wie beendet man eine zehn Jahre alte Buchreihe und wird es vielleicht doch weitergehen?
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von Amelie Zsidakovits

Pffffffftttt.
Zischel-mumpf im Trapez.
Eine Krawatte rückwärtsgeschnürt –
Krsch krsch, zurrrrrhhh.
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von Veronika Metzger

Am 10.05.2026 stand die Uraufführung der englischsprachigen Oper „OF ONE BLOOD“ im Nationaltheater in München an. Der australische Komponist Brett Dean schafft in zwei Akten eine dramatische Darstellung des Schicksals von Elizabeth Tudor und Mary Stuart, welche hier als Gegenspielerinnen desselben Blutes inszeniert werden.
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von Alessio Hirschkorn

ich beobachte an einem dienstag wer ich bin und wie andere reagieren

dienstags werden nie umzüge gemacht

da fährt man gern an einen bach mit erdbeeren im gepäck
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von Veronika Metzger

Die bekannte Oper Alcina, welche von Georg Friedrich Händel komponiert wurde, feierte am 13.07.2026 im Prinzregententheater in München Premiere. Sie handelt von der mächtigen Königin Alcina, welche auf ihrer Suche nach der wahren Liebe immer wieder fremde Männer durch Magie verwandelt und auf ihrer Insel in Gefangenschaft nimmt.

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von Amelie Zsidakovits

Wenn die Strahlen das Wasser küssen
Zieht es seine Kreise in dreieckigen Runden
über die spiegelraue Oberfläche des gleißenden Sees
im Morgengrau’n der sinkenden Abendsonne.
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von Lena Wenzel

Von der Sonne blättern Goldsträhnen
Kupfer und Funken zeichnen deine Haarspitzen

Als wärst du eine Statue
aus Licht gegossen

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von Alessio Hirschkorn

zwei im zug
die unterhaltung stagniert
wenn sie wenigstens auf einem sofa
stattgefunden hätte

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von Colin Heller

Rot
rauschend, rollend, rufend, 
Herz, bebend

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mit Lisa Rettinger und Sandra Hoffmann

Im Augsburger Brechthaus spricht die Literaturwissenschaftlerin Lisa Rettinger mit der Autorin Sandra Hoffmann, die Passagen aus ihren Büchern liest, die in kurzer Zeit das Panorama einer vielschichtigen Familienkonstellation erfahrbar machen. Auf dieser Grundlage entsteht eine Diskussion über die Bedeutung von Relationalität — des In-Beziehung-Seins. 
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von Vivian Moosmann

Stimmen prasseln auf dich ein
     wie der Regen.

Schwingungen bewegen –

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Ein Gespräch mit Holger Sabinsky-Wolf über investigativen Journalismus

von Natalia Götz

Holger Sabinsky-Wolf ist nicht nur Ressortleiter der Abteilung Bayern und Welt, sondern leitet zugleich auch das Investigativteam der Augsburger Allgemeinen.  Der Journalist half, die CSU-Maskenaffäre aufzudecken, recherchierte zum Folterskandal in der JVA Augsburg-Gablingen und jüngst über Verbindungen der AfD zu rechtsextremistischen Vereinigungen.
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Wie ein Vogue-Artikel über Beziehungen in den Medien polarisiert

von Nadja Fleischmann

Der im November 2025 auf vogue.de erschienene Artikel „Ist es heutzutage peinlich, einen Boyfriend zu haben?“ greift ein alltägliches Thema auf, gerahmt als kulturelle/gesellschaftliche Provokation. 
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Guillermo del Toros „Frankenstein“

von Lina Jaidi

„Film directors and Victor Frankenstein have a lot in common“, stellt Guillermo del Toro fest, wenn er gefragt wird, was genau ihn am Frankenstein-Urstoff so sehr faszinierte, um nach knapp 50 Jahren Ausarbeitung den zahlreichen bereits existierenden Adaptionen und Spin-Offs des Werks endlich seine eigene Interpretation hinzuzufügen.
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von Sophie Fichtner

Ein schiefes Schloss, ein Flur voll bunter Rahmen,
und Schilder, die wir nachts von Straßen stahlen.
Der lange Gang, voll alter Spuren,
Bilder, Zettel – kleine Schwuren.
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„Nürnberg“ von James Vanderbilt

von Sarah Kling

Am 07. Mai startete „Nürnberg“ von Regisseur James Vanderbilt, basierend auf Jack El-Hais Buch „The Nazi and the Psychiatrist“, in den deutschen Kinos. Schon die Besetzung macht neugierig: Russell Crowe als Hermann Göring und Rami Malek als Douglas Kelley.
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Judith Schalanskys „Marmor, Quecksilber, Nebel – Woraus die Welt gemacht ist“

von Josipa Grubeša

Im vergangenen Jahr hielt Judith Schalansky als Gastprofessorin die berühmten Poetikvorlesungen an der Frankfurter Goethe-Universität. Nun ist daraus ein Buch entstanden, in dem es – wie bereits im Klappentext der Neuerscheinung angekündigt – „um alles geht“.  
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von Lina Jaidi

Der inzwischen allgegenwärtige Einsatz von Künstlicher Intelligenz in allen möglichen Bereichen ist nicht nur aufgrund seiner ästhetischen Defizite ein viel beklagter Umstand, sondern wird vor allem deshalb kritisiert, weil er „echten“ Menschen die Arbeit abnimmt.
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„Elektra – 750 PS Vergangenheitsüberwältigung“ am Volkstheater München

von Daniela Kratzer

Am 26.02.2026 feierte das Stück „Elektra – 750 PS Vergangenheitsüberwältigung“ im Volkstheater München Premiere. Die Regisseur:innen Sofie Boiten und Lorenz Nolting schrieben das Stück frei nach Sophokles. Ihnen gelang ein rasantes und modernes Theaterstück, das den antiken Mythos mit viel PS in die Gegenwart katapultiert.
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von Sarah Kling, Hannah Lilienthal, Anna Lena Mayer und Lena Armbruster

Verdis „Un ballo in maschera“ in Augsburg

von Lina Ehehalt

Die bekannte Oper „Un ballo in maschera“ von Giuseppe Verdi wird nun schon fast ein Jahr erfolgreich vom Staatstheater Augsburg im martini-Park gezeigt. Sie handelt von dem egoistischen Grafen Riccardo, der statt Politik seine Liebe zu Amelia im Kopf hat; Amelia, die allerdings ausgerechnet mit Riccardos engem Freund und Berater Renato verheiratet ist. Neben Intrige und Wahrsagerei steht in „Un ballo in maschera“ vor allem (Achtung, Spoiler!) …

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von Azaliia Sibgatullina und Judith Schreiber

von Sophie Fichtner

Alle Szenen aus meinem Kopffilm haben eins gemeinsam. Du warst immer mein Zuhause.

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Das Residenztheater begeistert mit dem „Automatenbüfett“

von Daniela Kratzer

Die Männerrunde des „Deutschen Amateur-Fischer-Verbands“, die regelmäßig einkehrt, lässt sich nur allzu gern von ihr das Bier bringen. Doch als Eva beginnt, sich für Herrn Adams angeblich revolutionäre Idee einer industriellen Fischzucht zu begeistern, gerät das Machtgefüge ins Wanken und die einst funktionierende Gesellschaft spaltet sich tief.

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von Sophie Fichtner

Schlafwärme zwischen Stoff und Haut

Das Rascheln der Decke

Katzenhaare in meiner Nase
Explosionsartiges Nießen

Der Motor stottert frostige Silben
Wir schieben die Sonne an

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Der Roman Zsömle ist weg von László Krasznahorkai

von Philipp Maier

Onkel Józsi lebt mit seinem Hund Zsmöle auf einem Berg und schürt seinen Holzofen nicht ein. Stattdessen nutzt der Neunzigjährige eine Elektrokochplatte, um den Kaffee zu erwärmen, den er auf der Terrasse seines kleinen Häuschens trinkt. In der Resignation des Alters und der Einsamkeit beharrt er auf dem Standpunkt: „Ich lege kein Holz mehr nach.“

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von Josipa Grubeša

In der Erwartung einer Chronologie wird man in den Text hineingezogen, kann dem Erzählstrom nicht entkommen, und das, obwohl sich die Anordnung des Erzählten jeglicher Sinnzuschreibung entzieht und einen Zusammenhang verweigert. Leser*in begibt sich also in das Mäandern der Träume selbst und begegnet dabei nicht selten auch der eigenen Traumwelt  weiterlesen

Eine Theaterkritik zu „hildensaga. ein königinnendrama.“ von Ferndinand Schmalz

von Nadja Fleischmann

Ferdinand Schmalz’ Hildensaga verwandelt die mittelalterliche Nibelungenerzählung in ein zeitgenössisches Seziermesser, das den Mythos heldenhafter Männlichkeit, Macht und Gewalt freilegt. Der Stoff wird dabei nicht aktualisiert, um ihn gefälliger zu machen, sondern um patriarchale Strukturen sichtbar zu machen und kritisch zu reflektieren.

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von Lina Jaidi

Mit seiner Adaption eines der meistgelesenen Klassiker der Weltliteratur eröffnet Francois Ozon eine zeitgemäße Perspektive auf Camus’ Geniestreich des Absurdismus und schafft es dabei entgegen der vielseits vertretenen Auffassung,der Fremde sei unverfilmbar, der Buchvorlage bemerkenswert treu zu bleiben. Gleichzeitig rückt er aber eine bislang wenig berücksichtigte Bedeutungsebene in den Fokus. weiterlesen

von Myriam Kammerlander 

Jedes Jahr an Heiligabend fütterte Herr M. die Tauben. Er wusste, dass es unsinnig war, da die Tauben in der Großstadt eher an Fettleibigkeit als an Hunger litten, dass überdies viele die Tauben nicht leiden konnten und daher keinen Sinn darin sahen, ihnen etwas Gutes zu tun. Trotzdem machte er sich, sobald es dämmerte, mit einer Tüte voll Weißbrot auf den Weg zum Domplatz.

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von Martha Baer

Dein Sammelsurium von Gegenständen warf Schlaglichter, anstatt eine Geschichte zu erzählen. Viele Dinge oder Bücher hattest du doppelt oder dreifach, etwas weggeschmissen hast du nie. Zwischen der Rudermaschine, den Kristallen, den Dalí-Kunstdrucken, den Kniestrümpfen, den Filzstiften und den Kuscheltieren, an denen rote Haare hingen, warst du der Zusammenhang. weiterlesen

von Amelie Zsidakovits

Ein Fenster atmet leise durch den Regen.

Moschusgeruch schreibt Liebeslieder an Rumpelwichte.

Die Treppe vergisst, wohin sie führt und versteckt sich unter dem Boden.

Die Tinte des Lebens gewinnt sekündlich an Dichte.

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von Philipp Maier

Das gegenwärtige Erodieren demokratischer Gesellschaften ist die Konsequenz aus diesem Dilemma, da das Politische ohne das Emotionale nicht zu denken ist und die Demütigung der Verlierer durch die Überheblichkeit der Gewinner den plausiblen Zorn entzündet, welcher vom autoritären Opportunismus aufgefangen wird. weiterlesen

von Josipa Grubeša

Am 19. November dieses Jahres würde Anna Seghers ihren 125. Geburtstag feiern. Obwohl sie längst nicht mehr unter uns ist (die 1900 geborene Mainzerin ist 1983 in Ost-Berlin gestorben), hat sie uns anlässlich ihres Geburtstags ein Überraschungsgeschenk hinterlassen: über 400 Briefe, einige Fotographien und Zeichnungen aus den Jahren 1921–1925, die ihr Enkel und Verwalter ihres literarischen Erbes Jean Radványi im Familiennachlass gefunden hat. weiterlesen

von Matti Keller

Selma Asotić beschleunigt auf 119 Seiten das Marx‘sche Versprechen der „Bourgeois-Epoche“: „Alles Ständische und Stehende verdampft, alles Heilige wird entweiht, und die Menschen sind endlich gezwungen, ihre Lebensstellung, ihre gegenseitigen Beziehungen mit nüchternen Augen anzusehen.“ weiterlesen

Du schaust mich dumpf an. Durch mich hindurch schaust du. Die Leere spiegelt sich in deinen Augen. Noch einen Schritt, sage ich zu dir, du schaffst das, wir müssen nur zwei Stockwerke nach unten gehen, dann sind wir zu Hause. Zuhause, fragst du, ja, sage ich, in deiner Wohnung, du wiederholst es und schaust wie durch Glas. weiterlesen

von Martha Baer

von Matti Keller

“Ja, mal gucken. Viel Spaß!”, sagt Jelena Kuljić im Werkraum der Kammerspiele, bevor der zweite Teil der Plattenpräsentation von Fundamental Interactions beginnt. Alles kann passieren an diesem Abend, der als Jazz-Konzert zum Anlass von 30 Jahren Kriegsende in Bosnien-Herzegowina firmiert.

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von Vivian Moosmann

Mister, mister,

I know what your deal is

I know you’re in the business

Of building burning bridges

Lining the pillars with the witches

That didn’t pass your test

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von Myriam Kammerlander 

 

Die Uhr tickt und schlägt seither in Anarchie. Viertel vor ist viertel nach, und ständig ist es fünf vor halb. Oma und ihre Uhr leben in einem Dauerzustand der Zeitlosigkeit und schrecken nur auf, wenn wir zu Besuch kommen und fragen: Soll ich mal deine Uhr aufziehen?

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von Vivien Claire Bergjann

Die Hitze steht mit breiten Beinen im Raum.
Das Meer an meiner Decke: Seit drei Jahren Ebbe.
Kann man sich in Sätze verlieben?
Ich glaube, dass ich wusste, wer du warst, ich weiß nur nicht, wer das „DU“ ist.

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von Azaliia Sibgatullina

Ich möchte zitronengelbe Wände, lilafarbige Vorhänge mit Rüschen und ein Etagenbett am Fenster, damit mich morgens die Sonne weckt und ich nachts die Sterne sehen kann. weiterlesen

© Thomas Mohn

von Isabella Hacker 

Mit schauinsblau spricht Alida Bremer darüber, wo und wie aus Fakten und Erinnerungen Fiktion wurde, wie viel von ihr und ihren Verwandten in Olivas Garten steckt, wie wenig wir in Deutschland über Kroatien während des Zweiten Weltkrieges wissen und warum die verstummte Oliva die ungewöhnliche Protagonistin ihres Romans ist. weiterlesen

von Elena Nahen

Ein Kind sitzt am Tisch. Es erzählt, was es sieht: eine Mutter, die schweigt, ein Teller Spinat, eine geschlossene Tür. Was dahinter liegt, bleibt unausgesprochen. Der Text beobachtet, ohne zu erklären – direkt, reduziert, aus kindlicher Sicht. Ein verstörendes Unbehagen entfaltet sich dadurch beiläufig: Momentaufnahme zwischen Alltag und Überforderung. weiterlesen

Von Aron Brendle, Judith Schreiber, Philipp Maier und Myriam Kammerlander

 

Schreib am Fluss. Unter diesem Motto trafen sich vier Studierende von schauinsblau an der Wertach in Augsburg. Nach einer kleinen meditativen Übung strömten sie aus, um den Fluss auf sich wirken und diese Wirkung mit dem Stift zu Papier zu bringen. Im Folgenden sind diese Impressionen zusammengestellt. weiterlesen

von Stephanie Waldow

 

Das Fremde wird zum absolut Anderen, zum radikal Beschriebenen, dessen Andersartigkeit gleichermaßen Sehnsucht, Hass und Aggressionen auslöst. Am Ende bleiben nur Ausgrenzung und Auslöschung, denn Angst machen vor allem die Projektionen, die Begegnung mit den eigenen Abgründen, denen man sich durch die Auslöschung des Anderen entledigen will. Fremde – sind wir uns selbst. weiterlesen

Wenn Fußball zur Nebensache wird

von Nina Gretschmann

 

Mit Hoffnungen und Träumen ist das allerdings so eine Sache. Sie animieren uns, ermutigen und beflügeln uns – auf der einen Seite. Gleichzeitig können sie uns in den Abgrund reißen, wenn sie platzen. Das klingt sehr pathetisch und passt daher gut zu Christoph Kramers Debütroman Das Leben fing im Sommer an. weiterlesen

(Heran-)wachsende misogyne Maskulinität in vier Akten

von Nina Gretschmann

 

Der Serie geht es nicht um die präzise Aufklärung des Tathergangs. Es geht um die wachsende radikalisierte Männlichkeit, die durch Social Media und anderen Internet-Plattformen bis in die Kinderzimmer vordringen kann, ohne dass Eltern oder Behörden davon etwas mitbekommen. weiterlesen

mit Julian Warner über das Brechtfestival 25

von Aron Brendle

Fünfzehn Minuten Stille. Das Essen scheint ihm zu schmecken, seine Stimmung wäre sonst schlechter. Unverständliche Wort‑, Satzfetzen. Blicke aus dem Fenster, vor dem vielleicht (oder vielleicht auch nicht) Vögel vorbeiziehen. weiterlesen

Zur Dummheit im Gefüge der Moderne

von Philipp Maier

„Faschismus kann nicht bekämpft werden, wenn wir nicht erkennen, dass er einfach die dumme, erbärmliche und frustrierte Seite von uns selbst ist, für die wir uns schämen müssen.“  weiterlesen

von Nina Gretschmann

Eine kurze Rezension zum Handbuch Künstliche Intelligenz und die Künste, ein darauf basierendes Interview von und mit ChatGPT sowie ein Gespräch mit der Herausgeberin des Handbuchs Stephanie Catani

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Sinn und Gewalt der schweigenden Schrift

von Philipp Maier

„Wohin geht die Literatur? Eine erstaunliche Frage, gewiß; aber das Erstaunlichste an ihr ist, daß die Antwort, wenn es eine gibt, leicht in Worte zu fassen ist: Die Literatur geht auf sich selber zu, auf ihr eigentliches Wesen, das in ihrem Verschwinden besteht.“ weiterlesen

Du

von Carina Aigner

Das Licht der Straßenlaterne spiegelte sich in deinen Augen wider, meinen Schmerz überblicktest du jedoch. Den Schmerz, welchen ich seit Monaten mit mir herum trug, den deine sanften Berührungen davonwischten, als wäre er nichts, eine Feder im Wind. weiterlesen

Katharina Mevissen im Interview

Das Älterwerden, das Altwerden, das der Figur Mutter in dem Text widerfährt, habe ich als Verwandlungsgeschichte angelegt. Das ist schon ungewöhnlich, weil Älterwerden oft einseitig als Verfallsgeschichte erzählt wird, als ein Weniger werden, Vergehen, ein Ablaufen von Zeit – und das ist bestimmt auch wahr, aber es ist eben nicht alles. Deswegen war es mir wichtig eine Figur zu erzählen, mit der es nicht einfach zu Ende geht, sondern die sich verwandelt.  weiterlesen.

von Sarah Shtaierman

Eine feuchte Haarsträhne klammerte sich an deinen Nacken. Ich wollte sie wegbürsten bevor die laue Brise mir zuvorkam, bevor ihr Hauch deine fiebrige Haut abkühlte. Du hast dein Haar dann hochgebunden und mit einem Grinsen auf die Dachterrasse gedeutet: „Ich wusste gar nicht, dass hier oben etwas blüht.“ weiterlesen

von Merle Gebert

Deine Lippen sind ölig. Immer wieder fährst du mit der Zunge darüber, aber damit machst du es nur schlimmer. Mittlerweile hast du es am Kinn, an den Mundwinkeln, und jetzt, wo du mit der Hand darübergewischt hast, auch an der Nase.   weiterlesen.

 von Amelie Eckert

Was ist ein niemandsland, fragst du mich. So wirklich weiß ich es auch nicht, aber wer tut das schon. Niemand? Ist Niemand das Land, Niemand sein Land oder ist Niemand im Land? weiterlesen

von Johanna Klingler

Nach Caroline Wahls erfolgreichem Debüt 22 Bahnen, waren die Erwartungen an Windstärke 17 groß und die Vorfreude entsprechend noch größer. Auch ich habe sehnsüchtig auf den 15. Mai gewartet, um endlich zu erfahren, wie es mit Tilda und Ida weitergeht.

Bereits im Vorfeld wurde die Uraufführung mit großer Aufmerksamkeit bedacht. Zu Recht: immerhin handelt es sich bei Elfriede Jelinek um die Grande Dame des Theaters. Dementsprechend hoch war der Erwartungsdruck und die Spannung war dem Publikum förmlich anzumerken. Der Theatersaal war bis auf den letzten Platz gefüllt, viele gingen ohne Karten aus. weiterlesen

Zu Timo Brunkes Gedichtband Mitteleuropapperlapapp. Verse aus dem Zusammenhang

von Vincent Möckl

Was kann die Lyrik, was kann ein Gedicht im Mitteleuropa der Gegenwart leisten?
Es ist unter Anderem diese so leicht gestellte und zugleich unmöglich abschließend zu beantwortende Frage, der sich Timo Brunke in seinem Gedichtband Mitteleuropapperlapapp. Verse aus dem Zusammenhang (Satyr 2023) zu widmen scheint… weiterlesen

mit Jan Philipp Reemtsma über Arno Schmidt

Respekt vor unserem Nachleben – Respekt vor unserem Nachlass

von Simon Hintermayr

Der mehr oder weniger ausdrückliche Wille Verstorbener wird nicht gewürdigt – ganz im Gegenteil setzt man alles daran, ihre Bemühungen um einen selbstredaktionellen, gleichsam korrigierenden Eingriff in den persönlichen Nachlass zu unterlaufen, rückgängig zu machen. Kann also – darf also –, wer tot ist, nichts mehr wollen?  weiterlesen

von Sophie Fichtner

Fotobuch kaufen, Wäsche aufhängen, NEIN erst waschen, essen, E‑Mails schreiben, erwachsen werden, Geld anlegen, neuen Ofen? saugen, wischen, putzen, IMMER FREUNDLICH BLEIBEN! weiterlesen

von Heidrun Rietzler

Der Wecker spielt dieselbe Melodie bereits zum wiederholten Mal. Morning has broken, ein simples Acoustic Cover für einen simplen Song. Kein Problem, ihn in die Schwärze hinter den Lidern einzuflechten. weiterlesen

Wolfgang M. Schmitt im Interview

Wer regelmäßig bei der Filmanalyse vorbeischaut, weiß, dass Wolfgang M. Schmitt mit Büchern nicht erst seit gestern hantiert. Immer wieder werden auf ein Neues überraschende Werke integriert, die auf den ersten Blick nicht viel mit dem besprochenen Film zu tun zu haben scheinen. weiterlesen
 
 
 

von Manuel Schmidt

Hinter einem grünen Haus

Bewacht von einem braunen Haus

Entdeckte ich ein weißes Haus

Mit roten Fensterläden.

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Eine Uraufführung des theter Ensembles

von Gabriel Gavran

Seit geraumer Zeit gehört das theter zu einem Geheimtipp in der Theater-Szene und bei Aufführungen wie 65% versteht man auch schnell, warum diese talentierte Truppe ein immer höheres Ansehen genießt. weiterlesen

von Philipp Maier

Das Vergessen besuchen.
 

Zu Plastik und Kultur.

von Leo Blumenschein

Es mag wahr sein: auch andere Stoffe lassen sich formen. Was Plastik allerdings von natürlichen Stoffen unterscheidet, ist die Tatsache, dass es keine Essenz besitzt. weiterlesen

Zum aktuellen Buch von Ferdinand von Schirach 

von Michaela Lübcke

“Mögen Sie Regen?” Direkt zu Beginn wirft der Text diese augenscheinlich an seine Leser*innen gerichtete Frage auf. Doch bevor man überhaupt Zeit findet, über seine eigene Haltung zum Thema Regen nachzudenken, setzt auch schon der Monolog ein, der den gesamten Text ausmacht. weiterlesen

von Gabriel Gavran

Nachdem du tief ein- und ausatmest, öffnest du deine Wohnungstür und gehst hinaus. Du weigerst dich, nochmal in den Spiegel zu schauen. Alles an dir findest du geil. Selbst dein out-of-season schwarzer Bugatti-Gürtel pusht dein Ego. weiterlesen

von Johannes Queck

Der bemerkenswerte Roman „Das Gefängnis der Wünsche“ von Christoph Geiser vollzieht die Befreiung aus der Enge der schweizerisch-bürgerlichen Herkunft des Autoren auch ästhetisch endgültigweiterlesen

von Vivien Claire Bergjann

Wir haben uns nichts mehr zu sagen.
Sage ich.
In der Stille, in der Kälte zwischen uns.

weiterlesen

von Roman Matzke
Als Wolfgang M. Schmitt Die Filmanalyse nach Augsburg brachteweiterlesen

Kritik - Film

von Gabriel Gavran

Oppenheimer! Oppenheimer! Oppenheimer! Der Hypetrain ist endlich im Kino. Das Warten hat endlich ein Ende! Die Nolan-Fans krönten diesen Film schon nach dem ersten Trailer als Film des Jahres. In Social Media kursieren jetzt schon überall Memes… weiterlesen

Begegnungen - Podcast

mit Durs Grünbein

Kritik - Sommerlektüre

von Ellen Köhler

Ich bin Buchhändlerin aus Leidenschaft, weshalb ich mich schonmal für euch schon vorab Mittsommertage und Paradise Garden als absolute Empfehlungen ausmachen konnte… weiterlesen

Filmkritik

von Nina Gretschmann
Schon seit Monaten wird der Film über Barbie, die Puppe, welche jahrzehntelang nicht aus den Kinderzimmern westlicher Industrieländer wegzudenken war und doch in den letzten Jahren stark in Verruf geraten ist, mit Spannung erwartet…weiterlesen

Literatur - Akademie des Schreibens

von Olivia Neumeyer

Ring. Die Türklingel. Ich starre weiter auf das schmale Teil aus Plastik. Riiiiing. Plastik, Teststreifen und … Wie heißt das Ding nochmal? Indikator! Ja. Grundkurs Chemie zehnte Klasse. Der Indikator verfärbt sich, wenn HCG im Urin ist… weiterlesen

Literatur

von Stephanie Siegl
Früher war es anders hier, hier vor den temporären Holzfassaden, die wie billige Nachbauten vor uns aufragen, künstliche und grelle Versionen der Häuserreihen, die sie hinter sich verdecken… weiterlesen

Literatur

von Stephanie Siegl

Vielleicht, denke ich mir, während sich die Gedanken multiplizieren, mein Blick umkreist dich, aber trifft dich nicht, du bist ein Schatten, der immer bleibt, selbst wenn alles vorbei ist, der mich in sich hineinzieht und dem ich mich kaum entreißen kannweiterlesen

Kritik - Literatur

von Michaela Lübcke
Wem also El Hotzos Onlinebeiträge zusagen, der wird auch seinen Debütroman zu schätzen wissen. Die von Hotz gewohnte Satire wird im Roman von zahlreichen Referenzen zu Memes und Internetkultur begleitet… weiterlesen

Kritik - Konzertbesuch

von Andreas Müller

Wenn man sich für Hardrock begeistern kann, stehen die Chancen gut, dass man sich bereits mit den Berlinern Kadavar und den Göteborgern Graveyard beschäftigt hat. Ihre Europatour führt sie am 24.04.2023 ins Münchner Backstage… weiterlesen

Literatur

von Gabriel Gavran
Es war ein langer Sommer, den er aushalten musste. Wie die sechs Wochen zuvor verbrachte er auch diesen Tag freudlos auf seinem Rad und fuhr durch einen Irrgarten von Häusern, den er noch nie zuvor betreten hatte… weiterlesen

Literatur

von Veronika Raila

„Die Augen, die Augen sind das Wichtigste bei der ganzen Geschichte, die Augen werfen das Licht in die Seele,“ sagte mein Maler und kam mir fast unerträglich nahe.

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Kritik - Wrestlingkampf

von Andreas Müller und Jona Kron
Mit vereinten Kräften und Augsburg geschlossen hinter ihnen erkämpfen sich die Helden nach einem zähen Kampf die Oberhand. Gerade lange genug für Nature Grrrl um ein paar kritische Treffer zu landen. Aber reicht das aus gegen die physisch überlegene Business As Usual? … weiterlesen

Literatur - Gedichtzyklus

von Philipp Maier

Literatur - Bayerische Akademie des Schreibens

von Lea Nöske
Fortlaufend das Gefühl, die andere Person einzuengen, auf der anderen Seite aber auch das, der anderen Person nicht genug Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegenzubringen. Das mich-dazu-getrieben-fühlen-Gefühl, die andere Person von einer Beziehung mit mir überzeugen zu müssen…. weiterlesen

Essay

von Philipp Maier

Ich atme tief ein und aus. Atemwende. In diesem Moment des Stillstandes falle ich in eine existenzielle Notlage und mir stellt sich die Frage: Gibt es einen Gott? Ich werde erfüllt von der Sehnsucht nach einer Antwort und öffne Instagram… weiterlesen

Gedenkveranstaltung

Ein kollektives Erinnern an den Terroranschlang in Hanau

Zum dritten Mal jährte sich am 19.02.2023 der rechtsterroristische Anschlag in Hanau, bei welchem neun Menschen ums Leben kamen. Das Brechtfestival 2023 endet mit einer Gedenkveranstaltung… weiterlesen

© Max Zerrahn

Begegnungen - Interview

mit Thomas Köck

Thomas Köck wurde 1986 in Steyr Oberösterreich geboren und wurde laut der Ankündigung auf den Seiten des Suhrkamp-Verlags „durch Musik sozialisiert“…weiterlesen

© Jörg Steinmetz

Begegnungen - Interview

Ein Interview mit der Schriftstellerin Eva Menasse

Eva Menasse, 1970 in Wien geboren, gehört derzeit zu den erfolgreichsten Autorinnen im deutschsprachigen Raum…. weiterlesen

© Andrea Palmucci 

Kritik - Musik

Gitarrenlegende John McLaughlin bricht Rekorde im Augsburger Jazzsommer

Als Miles Davis 1969 „John McLaughlin“ für Bitches Brew einspielte, war bereits klar, dass der im Titel geehrte Gitarrist aus einer Musikgeschichtsschreibung des 21. Jahrhunderts nicht wegzudenken sein wird. Wenn es darum geht, den Auftritt im botanischen Garten Augsburgs prägnant zusammenzufassen.. weiterlesen

Interview - Literatur

 
 
 
Zu Ihrem Repertoire gehören Prosa, Lyrik, aber auch Hörspiele. Ihre Werke überschreiten dabei häufig Gattungsgrenzen… weiterlesen

Interview - Theater

 
Rimini Protokoll” nennt sich das Berliner Label, das Stefan Kaegi zusammen mit Helgard Haug und Daniel Wetzel im Jahr 2000 gegründet hat. Ziel des Regietrios…

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Interview - Film

 
Susanne Heinrichs Filmdebüt Das melancholische Mädchen wurde im Feuilleton fast durchweg wohlwollend besprochen… weiterlesen

Interview - Wissenschaft

 
schauinsblau hat Harald zu einem Interview in der Sternwarte in München getroffen, um über Moral und Ethik, Metaphern und Wahrheitsanspruch in der Astrophysik zu sprechen… weiterlesen

Interview - Theater

 
Thomas Köck wird mit seinen mehrfach ausgezeichneten Theatertexten als politischer Autor diskutiert und dabei zugleich für seinen virtuos-poetischen Sprachgebrauch… weiterlesen

Interview - Literatur

 

Feridun Zaimoglu über Fremdheitserfahrungen und das Sezieren von Sprachkörpern… weiterlesen